Klartext | wursthandwerker.com

Category Archives for Klartext

Still Alive!

​“Was ist los mit dir?“

Fragen die ich in letzter Zeit öfters bekommen habe. Deswegen hier die von euch am häufigsten gestellten Fragen:

Warum keine News mehr?

Momentan tanze ich auf mehreren Hochzeiten. Meisterschule, Bundesleistungswettbewerb(BLW) & für unseren Betrieb auf Messen & Märkten Wurst an euch Genießer bringen. Meine Anforderungen an mich selbst sind hoch & deswegen lege ich den Fokus voll auf den BLW & die Meisterschule.

Wie lang machst du noch den Meister?

Die Meisterschule ist schon fast wieder vorbei. Ziemlich fix-von September bis Ende November! Im Metzgerhandwerk geht es im Vergleich zu anderen Gewerken relativ schnell. Nur drei Monate in Vollzeit. Warum? Einfach gesagt: eine Wurst ist leichter zu machen, als ein Haus zu bauen.

& wie kommst du zum BLW?

Dadurch, dass ich meine Gesellenprüfung sehr gut abgeschlossen habe, ging´s für mich zum Kammerwettbewerb (1.Platz) in München, danach Landeswettbewerb (1.Platz) in Bayern & in zwei Wochen steht der Bundeswettbewerb in Bremen an. Davon habe ich geträumt & jetzt ist es so greifbar. Einfach nur (Entschuldigung) GEIL! Zu den einzelnen Disziplinen gibt es nach dem Wettbewerb noch einen eigenen Blog. Spionageschutz! 😀

Fake it till You make it! (So tun als ob, bis man es geschafft hat!)

Für die Wettbewerbe war ich seit 2 Monaten so ziemlich jedes Wochenende neben der Meisterschule trainieren. Dinge die man von Außen nicht sieht & trotzdem so wichtig für deinen Erfolg sind. Deswegen will ich da natürlich gewinnen, sonst bräuchte ich gar nicht hinfahren!

Puh, ganz schön viel!

Naja, weil das natürlich noch nicht reicht geben meine Mutter & ich Freitag einen Schlachtekurs im Alten Gewürzamt.Wo Ihr mich noch live erleben könnt erfahrt Ihr hier: Workshops vorbei! Es gibt noch freie Plätze!!!

Also…seht es mir nach! Der Blog geht trotzdem weiter! & drückt mir am 20/21.11 die Daumen für den Bundesentscheid in Bremen! Jetzt schnitze ich mal weiter Tomatenrosen.Wurstige Grüße,Max

Wursthandwerker​

Share0Share +10Tweet0

10 Dinge, die ich in der Ausbildung fürs Leben gelernt habe

10 Dinge, die ich in der Ausbildung fürs Leben gelernt habe

Meine Ausbildung ist vorbei! Zeit für ein kleines Resüme. An dem blöden Spruch - "du lernst nicht für die Schule, sondern fürs Leben" - scheint doch etwas dran zu sein. Abgesehen vom fachlichen, gebe ich Euch heute meine Lehren die ich aus der Ausbildung gezogen habe. Großes Dankeschön an meinen Meister Jürgen Körber, von den Herrmannsdorfer Landwerkstätten. Ich durfte an deiner Seite & nicht dir gebenüber lernen!

​1. Wenn du bereit bist zu lernen, macht es mehr Spaß

Wenn du das was du tust aus Leidenschaft machst, dann macht lernen Spaß & es fällt dir leicht!

2. Du lernst nur wenn du zuhörst & ausreden lässt

Lass dein gegenüber ausreden! Aus Höflichkeit & die letzten Worte sind meistens die wichtigen!

3. Fehler passieren, auch den Besten!

In meiner Lehrzeit habe ich einige Fehler gemacht, auch sehr große teure Fehler. "Das ist mir auch schon passiert!", sagte dann mein Meister. Durch Fehler lernen ist zwar schmerzhaft, aber einprägsam & je mehr Fehler man macht, desto besser wird man. Menschen die nicht wachsen wollen machen Dienst nach Vorschrift und bleiben immer in ihrem Kompetenzbereich.

4. Erst mit den Händen begreifen, dann mit dem Kopf

Gerade im Handwerk ist es so wichtig Dinge nicht nur erklärt zu bekommen. Du musst es mit den Händen fühlen, machen & auch wiederholen.

5. Jede Arbeit die gemacht wird ist wichtig, sei sie noch so klein

Putzen, Zwiebeln schälen, Petersilie zupfen & Lager aufräumen. Zum Großteil haben mir auch diese Arbeiten Spaß gemacht, denn willst du ein geiles Ergebnis haben, dann musst du organisiert sein & Ordnung halten. Sollte die Arbeit nicht für das Endprodukt wichtig sein, dann ist sie wichtig für dich. Trainiere dir eine Biss an, um solche Aufgaben durchzustehen!

6. Du wächst mit deinen Aufgaben

Zu Beginn der Ausbildung habe ich immer gesagt: "Das habe ich noch nie gemacht. Das kann ich nicht! Mach du das lieber!"
Zum Ende der Ausbildung habe ich immer gesagt: "Das habe ich noch nie gemacht, aber ich finde einen Weg."

7. fordern & fördern

Ähnlich wie Punkt sechs. Dazu kommt aber noch, dass man gute Leute bewusst mehr fordert, um Sie wachsen zu lassen.Sie bekommen dann aber auch Möglichkeiten gefördert zu werden, seien es Fortbildungen oder die letzte halbe Stunde vor Feierabend, um vom Meister zu lernen was im täglichen Geschäft liegen bleibt.

8. mach andere groß & du wirst selbst groß

Einfach, aber wirkungsvoll. Es soll dir Spaß machen deinen Lehrlingen "unter dir"(ich mag das hierarchische Denken nicht. Ich lerne besser an der Seite von Dir, als gegenüber!) etwas beizubringen. Erstens: lernen Sie etwas & Sie wachsen. Zweitens: Wenn du deine Aufgaben lehrst & abgibst, hast du mehr Zeit Neues zu lernen.

9. Bilde dich konstant weiter, Stillstand ist Tod

Auch in deiner Freizeit! Das ist der Turbo für deine Ausbildung!

10. "Auch dieser Tag geht vorüber"

Ja, manchmal gibt es lange, schwere Tage, wo man ausnahmsweise mal wirklich keine Lust hat. Da hat mir dieser Satz oft nochmal Kraft gegeben.

11. Gib immer mehr als erwartet!

110%

Egal in wie Lebenserfahren Ihr seid, ich hoffe, dass ich noch etwas mitgeben konnte. Für mich war diese Ausbildung die lehrreichste Zeit in meinem Leben, weil ich es gerne mache. Nun geht die Reise weiter & ich bin gespannt was ich noch alles lernen darf!

Hole dir jetzt deinen GRATIS-Ratgeber & du weißt worauf du beim Fleischkauf achten musst!

5 einfache Tipps, die du sofort anwenden kannst. Gutes Fleisch zu bekommen, kann so einfach sein! Sei du nicht auch einer von den Leuten, die nur klagen & nichts ändern! Hole dir JETZT deine 5 Schritte zu mehr Fleischgenuss! KOSTENLOS!

AHHH! Noch mehr Gütesiegel?

AHHH! NOCH MEHR GÜTESIEGEL?


Wir haben 3 mal am Tag die Wahl, was wir essen wollen, wie wir unsere Umwelt gestalten & was wir erhalten wollen!
Wir hangeln uns von Biosiegel über Qualitäts- zum Gesundheitssiegel..
Ein kleiner Leuchtturm im Meer der Qualitäts- & Gütesiegel sind hierbei die Siegel der EU:

Was heißt das jetzt schon wieder?
Hier die Erklärung:

Geschütze Ursprungsbezeichnung (g.U.)

Bei der geschützten Ursprungsbezeichnung müssen alle Schritte der Erzeugung in einem bestimmten Gebiet erfolgt sein. Produkte können nur in dieser Region unter genau den vorhanden spezifischen Bedingungen gedeihen. Produkte dieser Art haben besonderen kulturellen Wert & Sie gilt es zu erhalten. Hierbei ist der Leitsatz für uns Verbraucher: Essen, was man schützen will! Die Frage die hier mit Ja beantwortet werden muss ist: Kann das Produkt nur so in dieser Region hergestellt werden, bzw. ist es besonders zu schützen? Als Beispiel haben wir hier den ´Weideochsen vom Limpurger Rind`. Es muss in bestimmten Regionen um Schwäbisch Hall geboren, aufgewachsen & geschlachtet worden sein, damit es den Anforderungen der g.U. entspricht.

Geschütze geografische Angabe (g.g.A)

​Eine geschützte geografische Angabe ist bereits dann gegeben, wenn ein Herstellungsschritt in einem bestimmten Gebiet erfolgt ist.Nehmen wir das Beispiel Nürnberger Bratwürste. Die Herstellung muss hier in Nürnberg erfolgt sein, die Schweine jedoch können von weiter entfernt herkommen. Meist sind dies Produkte, die aus der Kultur heraus in einer bestimmten Region typisch vorhanden sind. Mit der g.g.A versucht man diese Kultur zu schützen und die Hersteller dieser Produkte zu fördern.

Garantierte traditionelle Spezialität (g.t.S.)

Bei einer g.t.S. ist das Verfahren an sich schützenswert & unabhängig von der Region zu sehen, wie z.B. bei die Heumilch.

Dafür stehen die Siegel:

  • Schutz der Produkte
  • Herstellungsweisen erhalten
  • Kultur & traditionelle Hersteller Schützen

KLARTEXT#1: Pökelsalz

KLARTEXT#1: Pökelsalz

Heute geht´s ums Salz, speziell Pökelsalz.
Wir klären Fragen, die mir als Wurstverkäufer & Metzger oft gestellt werden:
- Warum nimmt der Metzger Pökelsalz?
- Was passiert im Fleisch?
- & natürlich die oft gestellte Frage: ist Pökelsalz schädlich für deinen Körper?
Am Beispiel Salami:

Warum nehmen wir Pökelsalz & was ist das eigentlich genau?
Das Pökelsalz dient zur Geschmacksentwicklung, zur Konservierung & zur Umrötung des Produkts. Schon mal viel Positives. Bestehen tut handelsübliches Pökelsalz aus 99,5 % Salz & 0,5 % Nitrit. Nitrit ist hierbei der Pökelstoff und sorgt für die rote Farbe der Salami. Zusätzlich wirkt das Nitrit antibakteriell. Die Zellen geben durch das Salz Wasser ab. Somit haben wir eine Trocknung & den unerwünschten Mikroorganismen wird die Nahrungsgrundlage genommen. Ergebnis: Das Produkt ist länger haltbar.

Was passiert im Fleisch?
Im Laufe der Reifung von unserer Salami wird das Nitrit in seine Bausteine zersetzt. Ein Produkt davon ist Stickoxid. Dies setzt sich an den Muskelfarbstoff Myoglobin an & sorgt so für die stabile rote Farbe. Würde man nur Kochsalz nehmen, bindet sich Sauerstoff an das Myoglobin und dieser ist wiederum Grundlage für einige Mikroorganismen. Zusätzlich hätten wir nicht die rote Farbe.Während des Pökelns entstehen auch verschiedene Aromen, die sich gepaart mit ein wenig Rauch & Gewürzen zu einem runden Salamigeschmack entwickeln. Hier kann der Metzger spielen: verschiedene Gewürze, weniger Rauch oder längere Reifezeiten.

Ist Pökelsalz schädlich für den Körper?
Fakt ist: das entstandene Stickoxid bindet sich in unserem Körper auch an das Myoglobin und verlangsamt somit die Sauerstoffweitergabe. Bevor dies aber merklich passiert würden wir eher an dem vielen Salz eingehen, da der Gesetzgeber Höchstmengen im Endprodukt festgelegt hat. Zusätzlich darf nur Pökelsalz, also kein reines Nitrit, verwendet werden. Weiterhin entstehen beim Grillen & Braten von Pökelwaren über 150°C krebserregende Stoffe. Also KEIN Kassler, Wiener, Salami & co auf den Grill!

Soll ich jetzt gar keine Produkte mit Pökelsalz mehr essen?
Nein, das nicht.
`Die Dosis macht das Gift`
Bei einem verantwortungsvollen Wurstkonsum, gesunder Ernährung & nicht Grillen der gepökelten Produkte würde ich mir, als Metzger, keine Gedanken machen.

Woran erkenne ich das Pökelsalz verwendet wird?
Zum einen an der roten Farbe des Schinkens oder der Wurst. Falls Ihr euch nicht sicher seid, dann fragt einfach euren Metzger des Vertrauens. Auf verpackten Produkten erkennt man es an der E-Nummer: E250

Gibt es Alternativen?
Alternativen um die oben beschrieben Effekte hervorzurufen sind z.B. Meersalz oder Kochsalz in der Verbindung mit Nitrat(Vorprodukt von Nitrit).Meersalz hat einen natürlichen Gehalt an Nitrat und wird in einem längeren Zeitraum auch zu Nitrit abgebaut. Genauso Kochsalz + Nitrat, diese Kombination darf aber lediglich bei lang gereiften Salamis verwendet werden. Die einfachste Variante ist, dass man das Pökelsalz streckt. Man nimmt beim Gewürze abwiegen z.B. die Hälfte Pökelsalz & den Rest Kochsalz.

Zusammenfassung:

  • Nitrit wirkt antibakteriell & sorgt für die rote Farbe
  • durch den Nitritabbau entstehen mehr Aromen im Fleisch
  • gepökelte Wurst nicht auf den Grill legen
  • Wurst verantwortungsvoll & von hoher Qualität essen

Hoffentlich konnte Ich dir einige Fragen beantworten & du achtest beim nächsten Wurstkauf noch mehr was zu dir über die Theke wandert.

Viele Grüße,
Dein Wursthandwerker

PS: Falls du schon immer mal wissen wolltest worauf du beim Kauf von Rindfleisch achten musst, dann hole dir unten dein GRATIS Fleischratgeber!

PPS: Du hast Fragen zu Wurst, Fleisch oder allem was es beim Metzger gibt? Schreibe mir deine Frage. Ich bin für dich da!

Hole dir jetzt deinen GRATIS-Ratgeber & du weißt worauf du beim Fleischkauf achten musst!

Schon als kleiner Junge stand ich mit in der Metzgerei & habe so schon früh gelernt worauf es beim Fleisch ankommt. Seither lebe ich das Fleischerhandwerk, gebe Wurstkurs e & lehre z.B. wie man Bratwurst selber machen kann. Leider wissen das viele Leute nicht mehr. Sei du nicht auch einer davon! Hole dir JETZT deine 5 Schritte zu mehr Fleischgenuss! KOSTENLOS!